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Das TVPro-online-Blog über Tennis, Turniere, Tennisreisen, Tennishotels und mehr...

In unserem Blog möchten wir euch interessante Ein- und Ausblicke zu unterschiedlichen Themen rund um unseren wunderschönen Tennissport geben. Wir selbst erleben Tennis nicht nur "indirekt" über unser Turnierportal TVPro-online, sondern sind selbst (ehemalige) Kaderspieler, aktive Mannschaftsspieler und Tenniseltern. Und so dreht sich bei uns wie ihr euch vorstellen könnt, ganz viel um den gelben Filzball.
Und da wir wissen, dass wir mit unserer Tennisbegeisterung alles andere als alleine sind, möchten wir gerne unsere Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Bereichen mit euch teilen. Und wir freuen uns natürlich sehr darüber, wenn auch ihr eure Erfahrungen mit uns teilt - dafür haben wir eine Kommentarfunktion eingebaut. Und wenn ihr Themen habt, die wir hier einmal ansprechen sollten, dürft ihr gerne einen Gastbeitrag schreiben oder uns einfach kurz "anstupsen" - schreibt uns doch einfach eine Mal an info@tvpro-online.de

Mit Fokuspunkten zu mehr Lockerheit im Match

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Kennt ihr das auch? Im (Match-) Training schwingt ihr eure Vorhand locker durch, spielt aggressiv und auch erfolgreich. Ja und dann im richtigen Match? Da fliegen die ersten Vorhand-Winner entweder ungestreift in den Zaun, landen in der Netzwurzel und ihr habt ganz schnell einen völlig verkrampften Arm. OK, ganz so schlimm sind die Extreme ja zum Glück nicht immer, aber vielen von euch geht es sicherlich so wie Matthias: im Match läuft der Arm nicht locker durch.

Für Neues ist "Mann" nie zu alt  - her mit dem Self-Coaching-Konzept

Bei einem Kurzwochenende im Hotel Post in Bezau packte Matthias, Herren 40-Oberligaspieler mit einer LK 9 die Gelegenheit beim Schopfe und suchte Rat bei Joe Hauser, Geschäftsführer und Trainer der European Tennis Academy. Die ETA trainiert nach einem eigenen, in der Form recht einzigartigen Self-Coaching-Konzept, dem sogenannten Mental Match Play. Ich selbst durfte die Trainingsmethode auch schon einmal ausprobieren – das allerdings ein erstes grobes Kennenlernen. Das Problem bei Matthias im Match war schnell benannt: im Match wird früher oder später der Arm verkrampft, das aggressiv ausgerichtete Spiel funktioniert dann einfach nicht mehr. Ja und im Training läuft`s immer wie geschmiert.

Wie soll nun aber die MMP-Methode das Problem eines „schweren Armes“ lösen?

Los ging es mit lockerem Einspielen im Kleinfeld, dann der Wechsel ins Großfeld. Matthias und Joe haben dabei jeder drei Joker-Chips, die man verliert, sobald man beim lockeren Einschlagen einen Fehler macht. Ziel der Joker-Chips ist es, dass sich die Spieler auf ein Tempo einigen, bei dem sie gut und locker in den Schlag kommen und dabei als Konsequenz möglichst wenig Fehler machen. Nach dem Einschlage durch die Mitte ohne Zielvorgaben, gab es nur Crossschläge auf der Vor- und Rückhandseite, auch von der Länge variiert.

Mit dem „Zahnpastagriff“ zu mehr Lockerheit

Nicht selten ist ein verkrampfter Arme eine Folge eines zu fest gehaltenen Schlägers. „Wie fest auf einer Skala von 1-5 hälst du eigentlich deinen Schläger im Treffpunkt?“ fragte Joe. Mit dieser Frage gab es weiterhin Vorhände, wobei Matthias bei jedem Schlag selbst einschätzen und laut sagen musste, wie fest er den Schläger hält.

Im nächsten Step wurde die Aufgabe ausgegeben, den Schläger nach dem Schlag, loszulassen und etwas nach vorne rutschen zu lassen. So soll der verkrampfte Griff etwas gelockert werden. Alternativ kann der Schläger auch nach dem Schlag einfach in die andere Hand im Ausschwung übergeben werden. Mit diesen Vorgaben wurden die Übungen immer etwas „schwieriger“, bauten aber prima aufeinander auf.

Nach Vorhand-Cross- und Rückhand-Cross-Übungen wurde als krönender Abschluss ein Vorhand- bzw. Rückhand-Winner auf ein Ziel eingebaut. Das Ganze auch mit lockerem Griff und Loslassen des Schlägers. So sollte die Lockerheit auch dann beibehalten werden, wenn es „ernst wird“.

Noch mehr eingetaucht in eine Spielsituation wurde bei folgender Übung: Bälle werden locker hin- und hergespielt, bis Joe einen kürzeren Ball spielt und danach der Punkt ausgespielt wird. Und immer lautete die Devise „Lockerheit im Griff“.

Locker werden mit der richtigen Atmung

Ein zweiter Fokusschwerpunkt kann bei einer „krampfigen“ Situation die Atmung sein. So wurde gegen Ende der Stunde geübt, nach dem Schlag so lange auszuatmen, bis der Ball auf der anderen Seite aufspringt.

Unterstützt wird eine Übung eines Fokuspunkt auch durch sogenannte Fokuskarten, die Matthias hinter sich an der Hallenwand hinlegte und bei jeder kurzen Pause anschauen sollte.

Diesen Fokusschwerpunkt trainierte Matthias dann auch mit der typischen MMP-Musik im Ohr. Dabei wird generell einer der Fokusschwerpunkte des MMP-Trainings im Unterbewusstsein verankert. Entweder am Beginn einer Stunde, um das im letzten Training geübte wieder in Erinnerung zu rufen oder so wie bei Matthias am Ende einer Trainingseinheit als eine Art „Resumée“.

Locker im Training - ab jetzt auch locker im Match?

Ja und wie lautet jetzt Matthias` Resumée am Ende der MMP-Stunde: mit den Hinweisen und Tipps von Joe gelang das lockere Schlagen auch in Drucksituationen besser. Auch wenn es natürlich „nur“ Training und kein Match war. Aber auf alle Fälle waren einige neue und sicherlich hilfreiche Tipps dabei. Jetzt gilt es nur noch das Gelernte im Match umzusetzen. Charly, der Mann im Ohr, will Matthias im Match „reaktivieren“ und zwar mit dem Satz: „Lockerheit im Griff“.

Ein paar Fotoimpressionen

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