Warum Tennisstars auch am Pokertisch punkten

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An den Pokertischen der Welt findet man alle möglichen Menschen. Einige von ihnen haben ihre Karriere dem Spiel gewidmet, andere betreiben Poker nur als Hobby und haben noch ganz andere Berufe. Dabei fällt auf, dass sich sehr viele Sportler regelmäßig die Karten austeilen lassen. Das trifft unter anderem für Tennisprofis zu, die den Nervenkitzel des Spiels bereits aus ihren Wettkämpfen kennen. Warum viele Tennisspieler auch am Pokertisch eine besonders gute Figur machen, haben wir uns genauer angesehen!

Poker: Vom Lernen zum Können

Poker zu lernen, ist grundsätzlich keine große Herausforderung. Es gibt zahlreiche Zusammenfassungen der grundlegenden Regeln und Spielzüge, die mit ein wenig Übung gelernt werden können. Spieler müssen dabei die unterschiedlichen Blätter und ihre Rangfolgen kennen, um die bestmöglichen Kombinationen zu wählen und abschätzen zu können, wie wertvoll ihre Hand sein wird, sobald alle Gemeinschaftskarten aufgedeckt wurden. Außerdem müssen sich Spieler mit dem Ablauf vertraut machen und die unterschiedlichen Züge kennenlernen, die ihnen zur Verfügung stehen. Dabei sind Details wie die Poker All In Regeln besonders wichtig, die besagt, dass Spieler nicht ausscheiden dürfen, selbst wenn sie nicht mehr genügend Chips besitzen, um mit dem Einsatz eines Mitspielers mitzugehen. Stattdessen können sie also „all in“ gehen und ihre restlichen Chips auf eine Karte setzen. Der Spieler hat dann allerdings nicht den Anspruch auf den gesamten Pot, sondern auf jenen Anteil des Pots, der bis zu seinem letzten Einsatz gesammelt wurde. Ist das nötige Wissen vorhanden, können Spieler in die ersten Runden starten. Gegen echte Profis können Laien mit dem simplen Regelwerk allerdings noch wenig ausrichten, denn die eigene Strategie muss erst einmal ausgeklügelt werden. Dazu darf auch die psychologische Komponente nicht vergessen werden, denn beim Poker sind Bluffs natürlich erlaubt. Bis all diese Teile des Spiels einmal sitzen, vergehen oft Monate oder sogar Jahre.

Auf der Suche nach dem Nervenkitzel

Auf den ersten Blick haben Poker und Tennis nur wenig gemeinsam. Während der Sport am Feld körperlich anstrengend und schweißtreibend ist, muss beim Poker vor allem auf den eigenen Grips gesetzt werden. Trotzdem haben die beiden Disziplinen einige Gemeinsamkeiten. Wer auf professioneller Ebene spielt, muss sich bei beiden Aktivitäten einem enormen Leistungsdruck stellen. Dabei sind Nerven aus Stahl gefragt, um im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen. Besonders wenn gerade nicht alles rund läuft, sollte man weder bei einem Tennismatch noch bei einem Pokerabend die Nerven wegschmeißen. Stattdessen heißt es Contenance bewahren und sich immer wieder auf die eigene Strategie zu besinnen. So kann auch nach einem schlechten Start das Ruder noch einmal herumgerissen werden. Sowohl im Poker als auch im Tennis können verschiedene Techniken zur besseren Konzentration, analytischem Denken und mentaler Stärke eingesetzt werden. Der resultierende Nervenkitzel aus den unvorhersehbaren Situationen ist für viele ein Mitgrund, weshalb sie beide Spiele so lieben. Vor allem im Spitzensport sind die Profis auf enorme Belastungen gedrillt und perfekt darin geschult, wie sie dem Druck standhalten. Aus diesem Grund suchen viele Tennisasse auch in ihrer Freizeit nach dem ultimativen Kick. Damit ist es kein Wunder, dass man vielen Profis aus dem Tennissport auch auf den Pokertischen der Welt begegnen kann.

Tennisstars am grünen Filz

Einige Tennisspieler sind mittlerweile dafür bekannt, Poker zu spielen. Darunter finden sich sogar einige professionelle Pokerspieler, die die Karriere gewechselt haben. Unter ihnen ist z. B. der Finne Patrik Antonius, der aufgrund einer schweren Rückenverletzung aus dem Tennissport ausscheiden musste. Seit 2005 lebt er seine Leidenschaft für Nervenkitzel deshalb im Poker aus. Mittlerweile spielt der 41-Jährige zwar wieder hobbymäßig Tennis, auf professioneller Ebene hat er sich jedoch gänzlich dem Pokerspiel gewidmet und damit bei Live-Turnieren mehr als 12,5 Millionen US-Dollar erspielt. Auch der Franzose David Benyamine hat eine ähnliche Laufbahn hinter sich. Er spielte Poker bereits sein gesamtes Leben, allerdings lange nur zum Spaß mit Freunden. Seine Tenniskarriere endete wegen starker Schulterschmerzen, woraufhin er die Leidenschaft für die Spielkarten zum Beruf machte. Seine bevorzugte Spielweise ist Pot-Limit Omaha, besonders oft soll er in Bobby’s Room im Bellagio in Las Vegas anzutreffen sein. Zu den bekanntesten Tennisprofis im Pokergeschäft zählen außerdem Boris Becker und Rafael Nadal. Beide haben zwar keine professionelle Pokerkarriere hingelegt, spielen jedoch wie echte Profis und haben bereits an großen Turnieren teilgenommen.

Tennis und Poker haben mehr gemeinsam, als man denken würde. Beide Aktivitäten verlangen im Wettkampf eine ausgeklügelte Strategie und Nerven aus Stahl. Nur wer dem Druck standhalten und einen kühlen Kopf bewahren kann, hat echte Chancen auf Erfolge. Aus diesem Grund spielen viele Tennisstars leidenschaftliche gerne Poker.

 

 

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